Rezension: In den Besten Familien

Was zunächst als ein einfacher, wenn nicht sogar ordinärer Fall erscheint, entpuppt sich schnell als ein Fall, der über das Schicksal der Detektei entscheiden wird. Nero Wolfe wird von einer älteren Dame aufgesucht. Sie ist in zweiter Ehe verheiratet und ist über die Aktivitäten ihres Mannes verwundert: denn obwohl sie ihm den Zugang zu ihrem beträchtlichen Vermögen verweigert hat, gibt er immer noch viel Geld aus. Nero Wolfe soll herausfinden woher das Geld kommt. Doch als ein alter Bekannter in Nero Wolfes New Yorker Büro anruft muss er gezwungenermaßen untertauchen, um sich seinem Feind zu stellen…

Ich konnte meinen vierten Krimi von Rex Stout kaum erwarten und wurde auch nicht enttäuscht: Rex Stout konnte sich deutlich steigern, vom ersten Band den ich gelesen habe, bis zu diesem vierten Band sind die Geschichten um Einiges verständlicher, logischer und die Reaktionen und Charakterzüge der Personen eindeutiger geworden. Woran das liegt habe ich noch nicht ganz herausgefunden, dazu müsste ich wohl die originalen englischen Versionen lesen. Denn natürlich kann es auch an der Übersetzung liegen, die zwischendurch gewechselt hat. „In den Besten Familien“ wurde von Werner Löcher-Lawrence übersetzt. In diesem Buch war die Handlung schlüssiger und der ironische Humor von Nero Wolfes Assistenten Archie Goodwin kam besser zur Geltung.

Auch von der Handlung her war dieser Band wirklich gut. Rex Stout konnte in diesem Band sehr gut die Spannung aufbauen und halten und bietet einen Plot, in dem der Leser lange in der Schwebe hängt. Das ist etwas, was es in den vorangegangenen Bänden nicht gegeben hat, was jedoch ein wirksames Spannungsmittel ist – dafür bot dieses Buch keine so ausgefallene Handlung, wie es ja vor allem Band 2 und 3 taten, „Zu viele Köche“ und „Der rote Stier“. Jedem, der die vorangegangenen Bände gelesen hat, möchte ich dieses Buch noch einmal speziell ans Herz legen. Und natürlich freue ich mich jetzt umso mehr auf Band 5 – der im September erscheinen soll und den eindrucksvollen Namen „Zyankali vom Weihnachtsmann“ trägt.


Meine Rezensionen in der Reihe:

Es klingelte an der Tür

Zu viele Köche

Der rote Stier


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Mir wurde vom Verlag ein kostenloses Leseexemplar zur Verfügung gestellt, dafür vielen Dank!

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